SEVESO

Seveso ist eine kleine Stadt im Nordwesten Italiens, 20 km von Mailand entfernt. Der Unfall am 10. Juli 1976 in der Fabrik der ICMESA Chemical Company, direkt neben der Stadt, führte zu einem Leck von Dioxin, einem der bis heute bekannten giftigsten Gase. Die Seveso-Richtlinie (82/501/EWG), die das Auftreten von Arbeitsunfällen verhindern und die erforderlichen Maßnahmen ergreifen sollte, wurde nach diesem schweren Unfall erlassen.

Ein großer Industrieunfall bezieht sich auf eine großes Ereignisse wie Emission, Brand, bzw. Explosion, die durch gefährliche Chemikalien, die durch unkontrollierte Entwicklung während des Betriebs einer Organisation,  verursacht werden und die unmittelbare oder sogar ernste Gefahr für die Umwelt und die menschliche Gesundheit innerhalb oder außerhalb der Organisation verursachen können.

1976, nach dem Unfall in der italienischen Stadt Seveso wurde die Seveso Verordnung (82/501/EWG) erlassen, die vorbereitet wurde um die notwendigen Vorkehrungen zu treffen, damit Industrieunfälle verhindert werden können. Am 9. Dezember 1996 wurde die Richtlinie 96/82/EG über die Kontrolle schwerer Unfallrisiken mit gefährlichen Gütern (Seveso-II-Richtlinie) veröffentlicht. Die „Verordnung betreffend Vorbeugung großer Industrieunfälle und Verminderung ihrer Auswirkungen“, die die Seveso-II Richtlinie mit der Gesetzgebung unseres Landes harmonisiert, durch eine Kommission das Ministerien für Umwelt und Urbanisierung und das Ministerium für Arbeit und soziale Sicherheit vorbereitet, am 30. Dezember mit der wiederholten Nummer 28867 im Amtsblatt veröffentlicht und ist damit in Kraft getreten.

Das Seveso-Meldesystem (BEKRA-Mitteilung) Bestandteil des Umweltinformations-Systems, ein Softwareportal des Ministeriums für Umwelt und Urbanisierung, ist ein System, mit dem Unternehmen, die im Anhang der Verordnung zur Vorbeugung schwerer Industrieunfälle und Verminderung ihrer Auswirkungen erwähnten gefährlichen chemischen Güter besitzen, die vorhandenen Güter und Mengen unter Beachtung der Sammelregeln an das Ministerium weiterleiten. Diese von den Unternehmen angeforderte Erklärung heißt Seveso-Erklärung.

Nach der Seveso-Erklärung werden Unternehmen vom System als „Unternehmen mit niedrigem Level“, „Unternehmen mit hohem Level“ oder „außerhalb des Geltungsbereiches“ klassifiziert.

– Allgemeine Pflichten des Betreibers

– Mitteilungen (BEKRA)

– Identifizierung von Unfällen

– Bewertung von quantitativen Risiken

– Bestimmung und Umsetzung von Risikokontrollmaßnahmen

– Ermitteln der höchsten möglichen Maßnahmenebene

– Bestimmung des Domino-Effektes

– Vorbereitung der Hauptunfall-Präventionspolitik

– Einrichtung eines Sicherheitsmanagementsystems

– Hinzufügen von Zonenkarten im Explosionsschutzdokument

– Schreiben des Sicherheitsberichtes

– Notfallplanung

– Information der Öffentlichkeit

– Das Ministerium für Umwelt und Urbanisierung und / oder das Ministerium für Arbeit und soziale Sicherheit schließen das Unternehmen oder die Einrichtung oder stellen den Betrieb der entsprechenden Abteilungen ein, falls die vom Betreiber festgelegten Maßnahmen zur Verhinderung schwerer Unfälle und zur Verringerung der Schäden unzureichend sind.

– Falls der Sicherheitsbericht und der interne Notfallplan vom Betreiber nicht fristgerecht eingereicht werden, schließt das Ministerium für Umwelt und Urbanisierung und / oder das Ministerium für Arbeit und soziale Sicherheit das Unternehmen oder die Einrichtung oder hält den Betrieb der entsprechenden Abteilungen an.

– Die Entscheidung über die Schließung bzw. das Stoppen des Betriebes wird dem Betreiber zusammen mit den Gründen und zu ergreifenden Maßnahmen mitgeteilt.

– Unter diesen Umständen gelten das Umweltgesetz Nr. 2872 und die einschlägigen Bestimmungen des Arbeitsgesetzes Nr. 4857.

Laut Liste der gefährlichen Güter in Abschnitt 1 und Abschnitt 2 im Anhang 1 der Verordnung zur Vorbeugung schwerer Industrieunfälle und Verminderung ihrer Auswirkungen ist jedes Unternehmen, dass gefährliche Güter in den Grenzwerten bzw. über diese Werte der Spalte 2, aber gefährliche Güter unter den Grenzwerten der Spalte 3 besitz, als ein Unternehmen mit niedrigem Level definiert. Diese Einrichtungen sind verpflichtet, eine Richtlinie zur Verhütung großer Industrieunfälle (BEKÖP / MAPP) auszuarbeiten.

Laut Liste der gefährlichen Güter in Abschnitt 1 und Abschnitt 2 im Anhang 1 der Verordnung zur Vorbeugung schwerer Industrieunfälle und Verminderung ihrer Auswirkungen ist jedes Unternehmen, dass gefährliche Güter in den Grenzwerten bzw. über diese Werte der Spalte 3, besitz, als ein Unternehmen mit hohem Level definiert. Diese Einrichtungen sind verpflichtet, einen Sicherheitsbericht gemäß dieser Verordnung zu erstellen.

Dieses System, das eines der wichtigsten Elemente der Seveso-II-Richtlinie darstellt, besteht aus den folgenden Abschnitten.

Organisation und Personal: Die Pflichten und Verantwortlichkeiten des Personals, die in allen Teilen der Organisation zur Vermeidung von schweren Gefahren beteiligt sind, sowie die notwendigen Schulungen für alle Mitarbeiter in der Organisation.

Betriebskontrolle: Vorbereitung und Verabschiedung der notwendigen Verfahren und Anweisungen für einen sicheren Betrieb, einschließlich Wartung, Ausrüstung und vorübergehender Ausfallzeiten.

Änderungs-Management: Die Planung von Änderungen an der Einrichtung bzw. Aneignung von vorbereiteten Verfahren und Anweisungen für geplante neue Einrichtungen.

Planung für Notfallsituationen: Festlegung der im Voraus zu bestimmenden Notfallsituationen, Vorbereitung und Erprobung von Notfallplänen, Überprüfung der Verfahren und Anweisungen, die vorbereitet wurden, um sicherzustellen, dass das betreffende Personal eine spezielle Ausbildung erhält.

Überwachung der Leistung: Erstellung eines Dokumentes zur Vermeidung schwerer Unfälle und Einhaltung der hier dargelegten Ziele. In Ermangelung einer Konformität, sollten die Maßnahmen zur Korrektur und Vorbeugung untersucht, Mechanismen für die Vorbeugung eingerichtet werden.

Audit und Inspektion: Festlegung und Durchführung von Verfahren zur periodischen Beurteilung der Wirksamkeit und Eignung der vorbereiteten Systeme.

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